Montag, 19. Oktober 2009

Suprelorin-Chip für Nemo

Nachdem ich jetzt lange nichts mehr geschrieben habe, möchte ich euch von unseren letzten Erfarhungen berichten. Nemo ist mittlerweile ca. 8 Monate alt und hat seit Samstag den Suprelorinchip (Kastrationschip) drinnen. Warum? Er zeigt sehr viel Sexualverhalten und lässt sich dann nicht mehr abrufen, ich bin (leider) dann eher Luft für ihn. Daher probieren wir nun den Suprelorinchip aus um zu schauen, wie es klappt. Vorteil ist natürlich ganz klar: Nach einem Ansteigen des Testosteron (dauert ca. 2 Wochen), sinkt der Testosteronspiegel. Somit zeigt Hund weniger Sexualverhalten. Nachteile können auftreten: Mehr Angstverhalten und Sinken des Thyroxinspiegels. Weiterhin reagieren die Hunde anders auf kastrierte Rüden als auf unkastrierte Rüden. Ich werde abwarten, wie sich Nemo entwickelt.

Im Gegensatz zur Kastration hält die Wirkung des Suprelorinchips ca. 6 Monate an, danach löst sich der Chip (ähnlich dem Mikrochip) wieder auf. Bei jungen Rüden empfiehlt sich das Setzen eines zweiten Chips, sobald man Anzeichen merkt, dass der Chip nicht mehr wirkt. So kann man besser schauen, ob eine Kastration das Richtige ist für den jeweiligen Hund.

Nemo merkt man an, dass er aufgedrehter ist als sonst, auch reagiert er eher aggressiv als sonst. Dadurch betreibe ich Management: Nemo läuft an der 5 Meter schleifenden Schleppleine oder 10m Leine in der Hand. Wir meiden in den nächsten zwei Wochen Hundewiesen und gehen im Wald spazieren.

Ich berichte euch gerne weiter, wie sich Nemo mit Suprelorinchip entwickelt.

Den Rückruf trainieren wir jetzt mit lecker Katzenfutter, darauf fährt Nemo ab, dies ist seine Superbelohnung. Ich benutze eine Trillerpfeife als Rückrufpfiff, den glatten Pfiff als Ankersignal (Intermediäre Brücke nach Kayce Cover).

Montag, 17. August 2009

Meine Wohnung wird ausgebaut

Als Kenya letzte Woche zu Gast war, hatte es Nemo in der Wohnung nicht einfach. Die alte Hundedame hat ihn des öfteren angeknurrt. Meist ging es um Futter oder Individualdistanz. Nemo war dadurch sehr verunsichert, da er sich durch Kenya nicht frei bewegen konnte in der Wohnung. Dafür hat er es immerhin noch sehr gut gemacht.

Nach ein paar Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen für die Tage (knapp 7 waren es) nicht zu trainieren, sondern Management zu betreiben.

Nemo bekam seinen eigenen Bereich, diesen trennte ich durch alte Bettlaken ab, so dass Kenya diesen Bereich nicht einsehen konnte. Sie konnte nicht hin, da Nemo über mein Bett in seine sichere Zone gelangte.




So konnte Nemo stressfreier Schlafen, er entspannte sich besser. Vorher konnte er schlafen, allerdings war seine Atmung sehr schnell und für mich ein Zeichen, dass er nicht entspannt war. Trotz Nemos Sicherheitszone war es für ihn in der Wohnung mit Kenya stressig. Daher verbrachten wir den Tag bis Abends im Auto und waren meist ab 18 oder 19 Uhr Zuhause. Am Samstag Abend wurde Kenya wieder abgeholt - als Nemo wieder allein in seiner Wohnung war, wurde erst einmal mit seinen Spielies rumgetollt und die Papprolle weiter zerfetzt. Ich sah ihm sehr deutlich an, dass er sich nun wieder sehr wohl fühlte in seinem Heim.
Draußen hatte Nemo mit Kenya übrigens kein Problem, nur in der Wohnung.
Jetzt machen wir erst einmal Pause. Am 19. September haben wir eine Weimaranerhündin zu Gast. Ansonsten sind erst einmal keine Urlaubshunde angemeldet. Das kann sich aber natürlich sehr schnell ändern in der Ferienzeit.

Sonntag, 9. August 2009

Ferienzeit bedeutet Urlaubsbetreuung für mich

Im August ist Ferienzeit. Dies merke ich, da viele meiner Gassihunde Urlaub haben. Snoopy kann sich jetzt erst einmal 3 Wochen ausruhen und auch Bruno ist erst einmal bis Anfang September nicht da.

Natürlich - wie sollte es anders sein - kommt alles auf einmal. Unsere Maira-Mausi wird von mir seit heute Morgen betreut bis Freitag oder Samstag. Sie kommt in der Früh ganz normal mit und ist mit mir bis Abends unterwegs, die Nacht darf sie Zuhause verbringen. Der Nachbar freut sich immer über sie. Maira kann wählen, ob sie oben in ihrer Wohnung schläft oder unten beim Nachbarn.

Die kleine Leonie, unsere Golden Retriever Mausi war sehr kurzfristig von Freitag Morgen bis Sonntag Abend bei uns zu Gast. Nemo und Leonie lieben sich unendlich, was nicht immer einfach ist für mich: Sie wollen immer nur spielen! Die Zwei müssen z.T. getrennt werden (ein Hundi mit Leine gesichert auf dem Bett, der Andere auf dem Boden, damit Beide schlafen). Beim Gassigehen am Samstag Morgen waren Leonie und Nemo sehr angenehm. Sie kennen sich jetzt 2 Monate und wachsen förmlich miteinander auf.

Seit Sonntag Morgen verbringt Kenya ihre Zeit bei uns. Die Maus ist eine 12-jähige Huskyhündin. Sie wird eine Woche mit mir, Nemo und den anderen Hundis verbringen. Ich war sehr aufgeregt, denn mit dem Besitzer direkt hatte ich noch nicht telefoniert. Die Urlaubsbetreuung ging über die ortsansässige Firma "Easy Entry". Es ist für mich immer immer schwierig, wenn ich den Hund vorher nicht live gesehen habe. Ich wusste ein paar Eckdaten übe Kenya, bin jetzt aber sehr begeistert von ihr:

Sie ist eine gestandene Hündin, die Jungspunde werden sehr schnell durch Drohverhalten verwarnt, sie möchte gern ihre Ruhe haben. Sie hat ausnahmslos keine Probleme mit Menschen, die interessieren sie nicht. Auch bei Hunden ist sie insgesamt freundlich, bei Futter muss ich ein wenig aufpassen. Sie fährt brav mit im Auto und ist heute auch schon alleine geblieben im Auto. Von Trennungsproblemen keine Spur, Kenya hat sich von Anfang an wohl gefühlt und den Tag mit mir verbracht.

Jetzt endlich sind wir Zuhause, Hunde sind müde und ich bin es auch. Heute Abend geht es noch einmal kurz Gassi, ansonsten wird es heute ein ruhiger Abend. Morgen darf Kenya dann die anderen Hunde kennenlernen. Heute waren es Nemo, Leonie und Maira.

Fotos habe ich leider noch keine gemacht, die folgen dann Morgen!

Sonntag, 26. Juli 2009

Jagdtraining

Am 25. Juli war ich auf dem Seminar "Jagdfieber" von Inga Böhm. Mit der Jagdproblematik hat wohl jeder Hundetrainer und Hundebesitzer irgendwann zu tun. Durch das Seminar konnte ich mein Wissen in diesem Bereich vertiefen. Es fing an mit einem Vortrag über die Geschichte und die historischen Hintergründe. Fand ich alles sehr interessant.

Das eigentliche Seminar "Jagdfieber" fing nach der Mittagspause an. Zuerst wurde auf die verschiedenen Jagdhundrassen und deren spezielle Aufgaben eingegangen. Inga erwähnte auch, dass Hunde mit schwarzem Fell und braunen Marken meist am stärksten jagen würden - da konnte ich dann einfach nur seufzen, denn mein Nemo ist schwarz mit braunen Marken. Das war für mich auch der wichtigste Punkt zu diesem Seminar zu gehen: Nemo zeigt jagdliche Motivation bei Vögeln, Schmetterlingen und Insekten. Auch Buddeln findet er jetzt schon toll. Daher ist es für mich sehr wichtig, dass ich mich in diesem Bereich noch sehr speziell weiterbilde.
Einige Punkte des Seminars fand ich sehr schön:

* Das Training beginnt erst, wenn sich der Hundebesitzer vorstellen kann, was sein Hund machen soll. Erst, wenn der Hundebesitzer sich vorstellen kann, das sein Wuff aus jeder Situation abrufbar ist, wird dies auch trainiert. Wir sollten nicht sagen, was Hundi nicht soll, sondern was er stattdessen tun soll. Also nicht: Er soll NICHT jagen. Sondern: Er soll im Wald und auf dem Feld auf dem Weg bleiben und abrufbar sein. Klingt doch schon viel besser nach einem Plan!

* Junge Hunde, die Interesse am Jagen bzw. Wild zeigen, sollten gar nicht erst auf den Geschmack gebracht werden. Inga Böhm fragte, warum mit diesen Hund in einem Wildpark gegangen wird? Dies finde ich sehr einleuchtend. Warum dem Hund das Wild überhaupt zeigen? Wächst der Hund in der Stadt auf und geht in Parks spazieren, dann wird wahrscheinlich seine Jagdmotivation weniger als wenn ich regelmäßig durch Wälder laufe, denn hier gibt es sehr viele Wildspuren und Gerüche, die Interesse wecken. Ich bin gespannt, ob das bei Nemo auch zutrifft. Im Moment lasse ich ihn mit einer 3 Meter Schleppe im Wald laufen. Er zeigt bis jetzt keine großartige Jagdmotivation - er ist aber erst 5 Monate alt.

* Freundlich bleiben und durchhalten, auf Entspannung achten. Inga hat eine sehr ruhige Art. Ihre Antwort auf einen schreienden und kreischenden Hund an der Leine: Abwarten, ruhig bleiben und danach durch ruhige Übungen entspannen. Ein guter Trainingsansatz, auch für mich nicht immer einfach. Ich durfte das gestern auf unserem Abendspaziergang selbst anwenden: Nemo hat nicht mehr auf meine Signale reagiert, er wollte zu seinem Hundefreund. Ich war konsequent, bin mit ihm weggegangen und habe ihn sitzen lassen. Am Anfang konnte er das Signal erst nach dem 3. - 5. Mal ausführen - ich blieb ruhig und gelassen, das Signal habe ich immer wieder freundlich wiederholt. Und siehe da: Der Herr konnte sogar dann auch beim ersten Mal reagieren und wir konnten uns wieder seinem Freund nähern.

Ist der Hund im Wald am Durchdrehen, reagiert nicht mehr und will nur schnüffeln und ab in den Wald, dann hilft es einen kleinen Weg mehrmals auf und ab zu gehen und dann freundlich zu Fragen, ob der Wuff Sitz oder Platz machen kann.

Leider fehlte mir die Arbeit mit Markersignal, es wird viel verbal gelobt, aber nicht explizit mit einem Markersignal gearbeitet. Es wird zwar mit einem Pausensignal gearbeitet, aber in jagdlichen - und somit sehr erregenden - Situationen nicht mit aktiver Entspannung am Hund.

Ich kann sagen: Insgesamt sehr interessant, mit vielen Informationen. Bei der Referentin ist viel Wissen über die verschiedenen Jagdhundrassen vorhanden, auch bei der Ausbildung von Jagdhunden hat Inga Böhm viel Erfahrung. Ob man jeden jagdlich motivierten Hund nach dem Training freilaufen lassen kann? Das kann ich mir nicht direkt vorstellen. Es klang alles irgendwie zu simple - vielleicht funktioniert es deshalb gerade? Ich werde wohl einige Punkte sehr gerne in mein Training einbauen.

"Ich ???? Jagdmotivation ?????? Nööööööööö"

Sonntag, 12. Juli 2009

Hundeschule auch für Leinenpöbler in Nürnberg

Am 01. August ist Sonja Meiburg wieder bei uns zu Gast. Ich freue mich sehr!

Das Thema: Clickertraining für Leinenrambos

Viele Hunde legen an der Leine so richtig los: Es wird gebellt, geknurrt und gemacht - aber warum überhaupt? Und was können wir dagegen tun?

Ein Hund, der an der Leine keine Probleme mit anderen Hunden hat, entweder brav schnuffelt oder sogar ohne Trarar vorbeigeht und lieber sich mit Frauchen oder Herrchen beschäftigt - das ist doch ein Traum!

Aber es kann Wirklichkeit werden!

Hier der Link zum Workshop: http://www.hundeservice-nuernberg.de/events/seminare.html

Gruppe 1 für Fortgeschrittene: 10 - 13 Uhr
Gruppe 1 für Anfänger / Umsteiger: 14 - 17 Uhr

Kosten: 45€ mit Hund / 25€ ohne Hund

Alle Infos zu Sonja: www.hundeschule-holledau.de

Fragen oder Anmeldung: Unter info@hundeservice-nuernberg.de

Oder schaut auf der Homepage von mir vorbei: Sanny's Hundeservice - Hundeschule und Hundebetreuung unter www.hundeservice-nuernberg.de

Natürlich gibt es auch das "normale" Programm: Welpenspielstunde, Junghundekurs, Erziehungskurse, Auslastungskurse und Intensivkurs Rückruf - wer Infos braucht: Einfach Mail info@hundeservice-nuernberg.de schicken oder auf der Homepage schauen!

Samstag, 11. Juli 2009

Nigel bei uns zu Gast



Wenn Hunde bei mir zur Urlaubsbetreuung untergebracht werden sollen, dann erfordert das ein großes Engagement von den Besitzern. Meist habe ich alle 2 Monate mal einen Hund für ein paar Tage zu Gast - es ist bei mir also nicht die Haupteinnahmequelle. Dies liegt wohl hauptsächlich an meinen zwei geliebten Mitzekatzen.




Mit Nigel haben wir uns zwei Mal zum Gassi gehen und in die Wohnung hoch gehen getroffen, zusätzlich ist der Besitzer vom Nigel noch einmal letzte Woche mit meiner Hundegruppe und mir mitgelaufen. Drei Treffen waren insgesamt also notwendig, damit Nigel das jetzige Wochenende bei mir verbringen darf.


Mit Nemo klappt es sehr gut, er will immer mal spielen, was Nigel in der Wohnung nicht so prickelnd findet, draußen lässt er sich gerne auf den "Zwerg" ein. In der Nacht haben wir alle drei gemeinsam in meinem Bett geschlafen. Nemo schläft eh meist im Bett und Nigel fand es sehr gut, denn er findet meine Katzen nicht gerade toll. Der Kater hat ihn mehrmals gehauen und Nigel hat Angst, fühlt sich bei mir in der Nähe viel wohler. Kann ich auch sehr gut verstehen, mein Katerchen ist um Einiges größer als Nigel.



Der Spaziergang am Nachmittag mit Teddy, Nemo, Leonie und Nigel verlief sehr harmonisch, hat mir und hoffentlich auch den Hunden sehr viel Spaß gemacht. Die Hunde waren viel im Wasser, haben getobt und sich wieder entspannt.



Heute waren wir schon zum Morgengassi und gehen dann am Vormittag wieder mit Teddy und Tamara Gassi.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Vortrag: Hundebegegnungen

Am 01. August ist Sonja Meiburg bei uns zu Gast. Thema des Abends: "Hundebegegnungen"

Warum das Thema? Jeden Tag begegnen uns viele Hunde, auf den Nürnberger Hundewiesen treffen wir meist unzählige, verschiedene Hundetypen. Wie gehe ich am Besten mit Begegnungen um, damit es meinem Hund auch gut gefällt? Wie kann ich eingreifen, wenn mein Hund aggressiv reagiert? Was kann ich für meinen ängstlichen Hund tun um ihm das Leben mit sehr vielen Hundebegegnungen leichter zu machen? Sollte ich Begegnungen an der Leine zulassen?

Ein paar Tipps schon vorweg:

Ist euer Hund an der Leine, dann zieht und zerrt euren Hund nicht weiter. Vermeidet Leinenspannung, redet nett mit eurem Hund und fragt ihn, ob er weitergehen kann. Hier hilft der Zwei-Finger-Touch sehr gut, damit könnt ihr euren Hund freundlich weiterleiten ohne ihn zu ziehen o.Ä. Natürlich könnt ihr euren Hund im Notfall auch locken, nur euer Hund sollte den anderen Hund nicht ausblenden.
Hundekontakt - wenn ihr wollt - ist auch möglich, achtet auch hier auf die Leine (nicht auf Spannung), lobt euren Hund und markiert freundliches Verhalten.

Ohne Leine ist die Sache meist einfacher, aber auch hier solltet ihr Bögen laufen, nicht direkt in gerader Linie auf die Hunde zugehen. Damit signalisiert ihr mit eurem Hund "Ich tue dir nichts, ich bin höflich". Wenn es euer Hund kennt: Arbeitet mit konditionierter Entspannung. Bleibt immer freundlich zu eurem Hund. Meist hilft es, wenn ihr als Besitzer/in in gewisser Entfernung bleibt.

Übung macht den Meister - so auch hier. Wichtig ist die Dosierung! Überfordert euren Hund nie, geht manchmal den Hunden lieber aus dem Weg oder nähert euch langsam mit viel Lob und Leckerlie.

Interesse am Vortrag? Dann einfach anmelden unter info@hundeservice-nuernberg.de Kostenpunkt: 15€, Wann: 01.08.2009 um 19 Uhr, Wo: Nürnberg